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TU Berlin

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Forschungsprojekte am Fachgebiet

SÖF-Nachwuchsgruppe "Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit - Ursachen und Alternativen (OHA)"

Viele Produkte des 21. Jahrhunderts verursachen sowohl bei der Produktion als auch bei der Entsorgung signifikante Umweltauswirkungen. Allein in Deutschland fallen jährlich etwa 1,9 Mio t Elektroschrott an. Ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung sind schnellebige Produkte und kurze Nutzungsdauern. Im öffentlichen Diskurs wird als Begründung für die kurzen Nutzungsdauern oft der Begriff „Obsoleszenz“ genannt. Vermutet wird dabei, dass ein Produkt, verglichen mit einem technisch möglichen Idealzustand, frühzeitig veraltet und nicht mehr gebrauchsfähig ist oder als nicht mehr funktional und brauchbar betrachtet wird. Die Nachwuchsforschungsgruppe hat zum Ziel, die Gründe für obsolet werdende Elektronikprodukte und verkürzte Nutzungsdauern zu erforschen und Strategien für einen nachhaltigeren Produktkonsum auf technischer, sozialer, gesellschaftspolitischer und ökonomischer Ebene zu entwickeln und zu bewerten. Obsoleszenz wird dabei als ein Oberbegriff für eine Bandbreite unterschiedlicher sozio-technischer Phänomene betrachtet, die jeweils unter der Berücksichtigung der Handlungslogiken und Praktiken von Akteuren in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen – Wirtschaft, Produktion, Handel, Konsum, Politik –  und ihrer Interaktionen rekonstruiert werden müssen. Die Nachwuchsgruppe wird im Rahmen der Sozial-Ökologischen Forschung des BMBF (FONA) von 2016 bis 2021 gefördert.

Weitere Infos finden sich unter: www.challengeobsolescence.info

 

Citizen-Science-Projekt "Repara/kul/tur"

Repair-Cafés, offene Werkstätten und Maker-Spaces haben das Potential, ein verändertes Bewusstsein für die Qualität von Produkten, die Kompetenz und die Autonomie von Konsument/innen im Produktionsprozess zu fördern. Sie können zudem als Orte der Wissensproduktion betrachtet werden. Ob diese Veränderungen mit der Aneignung von Praktiken des Reparierens und Selbermachens tatsächlich eintreten und wie diese Praktiken überhaupt erfolgreich in den Alltag integriert werden, ist wissenschaftlich bisher noch wenig erforscht. Dieser Aufgabe widmet sich nun das Citizen-Science-Projekt „REPARA/KUL/TUR“. In einem am Typus des „Co-Design“ orientierten Vorgehen sollen die Forschungspartner gemeinsam mit Citizen Scientists aus der Repair- und Do-it-yourself-(DIY)-Bewegung erforschen, wie Praktiken des Reparierens und Selbermachens erfolgreich angeeignet und in den Alltag integriert werden können. Zudem sollen gemeinsam Methoden entwickelt und erprobt werden, die Alltagserfahrungen sowie Veränderungen im Verhältnis zu Konsumgütern für die wissenschaftliche Analyse fruchtbar machen.Auf Basis der hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden gemeinsam Strategien entwickelt, wie Praktiken des Reparierens und Selbermachens gesellschaftlich stärker verbreitet werden können. Das Projekt wird im Rahmen der Bürgerforschung des BMBF von 2017 bis 2020 gefördert.

Mehr Informationen unter: www.reparakultur.org

 

Verbundprojekt MoDeSt "Produktzirkularität durch modulares Design – Strategien für langlebige Smartphones"

Modulare Smartphones haben das Potential, sowohl technischen Fortschritt durch Upgrades abzubilden, als auch sich wandelnden Konsumbedürfnissen zu entsprechen. Dadurch werden längere Nutzungsdauern ermöglicht, die die Zahl der Geräte und damit verbundene Umweltwirkung senken. Um positive Potentiale der Modulbauweise (oder: des modularen Designs?) zu entfalten und negative Aspekte (oder: unerwünschte Folgen) zu minimieren, werden technische, soziale und wirtschaftliche Voraussetzungen für Modulkonzepte exploriert und Lösungsansätze entwickelt.Das innovative Projekt umfasst ein breitgefächertes, transdisziplinäres Konsortium. Die Integration von Forschung und Praxis sowie technische und sozialwissenschaftliche Kompetenzen bilden die Basis für eine ganzheitliche Bearbeitung der Forschungsaufgabe. In den Arbeitspaketen der TU Berlin werden Nutzer*innenerwartungen und  –praktiken qualitativ und quantitativ untersucht. In sogenannten Living-Labs wird ein offener Innovationsraum für Akteure aus Industrie und Forschung geschaffen. Das Projekt wird vom BMBF im Rahmen der Fördermaßnahme „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Innovative Produktkreisläufe (ReziProK)“ von 2019 bis 2022 gefördert.

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